Die Polarität von Empathie und Abgrenzung

Grundsätzlich liebe ich meinen Job. Die Möglichkeit, mit Menschen in eine tiefe Verbindung zu treten und damit auch noch mein Lebensunterhalt zu verdienen: Was für ein Privileg!

Hauptsächlich mache ich dies im Milieu mit Randständigen, in dem Drogen, Gewalt und Manipulationen aller Art zum Alltag gehören. Für mich ist dieser Berufsalltag ein Umfeld, in dem ich mich in meinem Umgang mit Konflikten ständig weiterentwickeln kann und konnte.

Wann ist es hilfreich, sich einzumischen? Wann hält man sich besser raus? Wo lohnt es sich Energie zu investieren? Wo grenzt man sich am besten einfach ab? Wann ist der Moment, wo man wirklich etwas bewegen kann? Wann überlässt man jemanden am besten sich selbst?

Das alles sind Fragen, die essenziell für ein erfülltes Beziehungsleben sind. Essentiell geht es um eine Polarität von Empathie und Abgrenzung, um ein ständiges Regulieren von Nähe und Distanz.

Beziehungen funktionieren dann, wenn ein gesundes Verhältnis besteht, wer für was Verantwortung trägt. In einem gesunden Gleichgewicht von Verantwortungsübernahme und Abgrenzung.

Beziehungsprobleme entstehen praktisch immer dann, wenn Grenzen unklar sind und Verwirrung und Desorientierung entstehen. In meiner Begleitung von Beziehungskonflikten erlebe ich immer wieder, was für ein Gewinn für alle Beteiligten entstehen kann, wenn ich als Begleiter dafür Verantwortung übernehme, dass ein Raum mit gesunden Grenzen entstehen kann.

Welcher oftmals die Grundlage dafür gibt, dass überhaupt wieder Verbindung möglich ist.

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