Grippe oder Erkältung - erste Hilfe aus der Natur

Es ist wieder so weit, die Grippesaison ist eröffnet. Jedes Jahr stellt sich aufs Neue die Frage nach der besten Behandlung gegen die belastenden Symptome. Bei einem Infekt können Mittel aus der Natur die typischen Beschwerden wie Husten, Halsschmerzen, Schnupfen, Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen lindern. Vor allem bei grippalen Infekten eignet sich die Homöopathie als alternative Behandlungsform.

Grippe oder Erkältung - erste Hilfe aus der Natur

Natürliche Hausmittel gegen Erkältung

Grippe ist nicht gleich Erkältung, lautet ein wichtiger Leitsatz. Eine Erkältung kommt meist langsam und geht schnell. Ein Kratzen im Hals ist oft der Vorbote. Innerhalb weniger Tage bleiben Schnupfen und Husten erfahrungsgemäss nicht aus. Auch leichtes Fieber oder Kopfschmerzen können auftreten. Zwei bis drei Tage nach Krankheitsausbruch ist der Höhepunkt in der Regel erreicht. Nach ein bis zwei Wochen sind die Beschwerden überstanden. Um sich mehr Wohlbefinden zu verschaffen, hilft viel Wasser oder Kräutertee zu trinken. Die Flüssigkeit sorgt dafür, dass der Schleim aus den Atemwegen abtransportiert wird und Kräuter wie Salbei oder Ingwer beruhigen die Atemwege. Auch heisse Dampfbäder aus Thymian, Kamille oder Lavendel wirken wohltuend auf die Schleimhäute. Nicht zuletzt kann eine Nasendusche mit Salzwasser dabei helfen die Viren auszuspülen und wieder richtig durchzuatmen.

Grippe, eine ernstzunehmende Erkrankung

Schwerwiegender als bei einer Erkältung ist der Verlauf einer Grippe. Sie kommt plötzlich und ist mit einem erheblichen Krankheitsgefühl verbunden. Nicht nur die Atemwege, sondern der ganze Körper ist betroffen. Hohes Fieber, Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Magen-Darmprobleme, Müdigkeit und Schwächegefühl zählen zu den typischen Symptomen. Hinzu kommt, dass der erschöpfte Körper für nachfolgende bakterielle Infekte anfällig ist, die verschiedene Organe wie Lunge, Mittelohr oder Herz betreffen können. Eine Grippe sollte also nicht auf die leichte Schulter genommen und frühzeitig behandelt werden.

Homöopathie schafft Entlastung

Die Begleitung einer Grippe durch homöopathische Mittel führt zu milderen Krankheitssymptomen und zu einem komplikationsloseren Krankheitsverlauf bei Erwachsenen und Kindern. In der klassischen Homöopathie werden potenzierte Arzneimittel verwendet, die aus natürlichen Inhaltsstoffen wie Pflanzen, Metallen, Säuren, Mineralien, tierischen Stoffen und Krankheitsprodukten hergestellt werden. Bei der Potenzierung werden die  Ausgangsstoffe mit Milchzucker oder Alkohollösungen verdünnt und bei jedem Verdünnungsschritt durch schütteln oder klopfen dynamisiert. Durch die Potenzierung werden die energetischen Informationen des Ausgangsstoffes auf die Trägerlösung übertragen und bei jedem Potenzierungsschritt die Wirkung der Arznei verstärkt. Die Anzahl der Potenzierungsschritte werden durch eine Zahl dokumentiert und die Verdünnung mit einem Buchstaben. « potenziert». Der Unterschied bei der homöopathischen Behandlung besteht im jeweiligen Verdünnungsgrad. Je akuter die Krankheit, desto  verdünnter muss die Potenz sein. Die Verdünnung wird in Buchstaben angegeben. D-Potenzen sind im Verhältnis 1:10, C-Potenzen im Verhältnis 1:100 verdünnt. Um das richtige homöopathische Arzneimittel und die Potenz auszuwählen sind für den Therapeuten Informationen zu den Krankheitssymptomen wichtig.

Homöopathische Grippemedikamente

Mittel zur homöopathischen Behandlung von Infekten sind unter anderem Carolina-Jasmin (Gelsemium Sempervirens), Durchwachsener Wasserhanf (Eupatorium perfoliatum) und weisse Zaunrübe (Bryonia alba). Gelsemium gilt als wichtiges Mittel bei fieberhaften Infekten, die sich langsam entwickeln. Es soll die typischen Begleiterscheinungen wie Gliederschmerzen, Kopfweh und Zerschlagenheitsgefühl lindern und das Allgemeinbefinden verbessern. Eupatorium perfoliatum eignet sich bei plötzlich auftretendem Fieber mit Muskel- und Knochenschmerzen, grossem Durstgefühl und Schüttelfrost. Bryonia wirkt hauptsächlich auf die Schleimhäute und die von ihnen umgebenen Organen. Es wird vor allem bei akuten Erkrankungen mit Kopfschmerzen, Verstopfung, trockenem Husten und Gelenkschmerzen verwendet.

Leserbrief

Liebe Frau Künzler Coka

Seit heute Morgen leide ich unter Schüttelfrost, Fieber und sehr starken Gliederschmerzen im Rücken, Armen und Beinen. Welches Mittel aus der Homöopathie empfehlen Sie? (Paula Lübke, 56 Jahre)

Liebe Frau Lübke

Wer unter einem fieberhaften Grippeinfekt mit starken Gliederschmerzen leidet, die sich anfühlen, als würden sämtliche Gelenke aus den Fugen geraten, dem empfehle ich den Wirkstoff Eupatorium perfoliatum. Zur Herstellung des homöopathischen Arzneimittels dienen die frischen Teile des Wasserhanfs. Eupatorium perfoliatum entfaltet seine Wirkung vor allem in den Knochen, aber auch im Magen-Darm-Trakt, in der Leber sowie in den Atemwegen und in der Muskulatur. Damit eine Grippe ohne Komplikationen abläuft, ist zudem sehr wichtig, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen. Der Körper braucht vor allem Ruhe, um dies bewerkstelligen zu können. Ich empfehle Ihnen viel zu trinken und eine leichte Kost zu sich zu nehmen. Auf Fleisch, Zucker und Milchprodukte sollten Sie in der Krankheitsphase besser verzichten, denn tierisches Eiweiss und Zucker fördern die Verschleimung sowie Entzündungsprozesse im Körper und erschweren somit den Heilungsprozess.

 

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