COVID-19 Krise Therapeuten behandeln nun via Videokonsultation

Die Einschränkungen durch die COVID-19 Pandemie hat für Therapeuten und ihre Patienten weitreichende Konsequenzen. Um Menschen in dieser nervenaufreibenden Zeit weiterhin gesundheitlich zu unterstützen und Einbussen zu minimieren, setzen viele Therapeuten auf die Beratung per Video. Als grösste Therapeuten-Buchungsplattform der Schweiz, richten Fachpersonen momentan ihren Blick auf Sanasearch. Das Portal hat in den vergangenen Wochen die Weichen für eine reibungslose Einrichtung von Video-Behandlungen gelegt und empfindet digitale Therapien als zukunftsweisend.

COVID-19 Krise Therapeuten behandeln nun via Videokonsultation

Die Beschlüsse des Bundes zur Eindämmung der COVID-19 Pandemie vom 16. März 2020 sind eindeutig. Zwar dürfen einige Therapeuten in dringenden Fällen weiterbehandeln, viele Praxen bleiben derzeit jedoch geschlossen oder vermelden aufgrund des Social Distancing einen rapiden Patientenrückgang.


Therapeuten und Patienten stellen auf Video-Behandlung um

Flurin Caviezel ist einer der Therapeuten, der mit am stärksten von den einschränkenden Massnahmen des Bundes betroffen ist. Seine Kinesiologie-Praxis in Zürich muss bis auf weiteres geschlossen bleiben. Für den Therapeuten war es keine Frage, Online-Therapien auf Sanasearch anzubieten. Auch vor dem Ausbruch der Pandemie konnten Patienten bei ihm bereits digitale Coachings buchen. Hinzu kommen jetzt Online-Beratungen für Kinesiologie und Supervision. «Ich bin dankbar, dass sich erste Krankenversicherungen in der Krise flexibel zeigen und einen Anteil an Online-Beratungen zahlen.» Auch die Masseurin und Ernährungsberaterin Ursula Nauli-Collenberg aus Uster hat ihre gesamte Tätigkeit auf digitale Angebote umgestellt. «Ich zeige Patienten mit Nackenverspannungen wohltuende Übungen per Videoübertragung oder gebe Ernährungstipps am Telefon.» Auch wenn die Videosprechstunde nicht immer eine persönliche Behandlung ersetzt, kann die Therapeutin so mit ihren Patienten weiterhin in Kontakt bleiben. «Meine Patienten sind dankbar für diese Lösung», sagt Ursula Nauli-Collenberg dazu.


Video-Behandlung und konventionelle Therapie sind keine Konkurrenz

Weniger eingeschränkt ist derzeit Markus Hohmann mit seiner Tätigkeit als Psychotherapeut. Zwar muss er auf strenge Hygienevorschriften achten und zu seinen Patienten einen Sicherheitsabstand einhalten, die Zürcher Praxis darf aber weiterhin geöffnet bleiben. Diese Option lehnt der Therapeut jedoch freiwillig ab: «Mir liegt es sehr am Herzen, dass wir alle das Risiko einer Ansteckung vermeiden. Deshalb biete ich meine Therapien aktuell telefonisch oder per Video an.» Er verweist seine Patienten dazu auf Sanasearch. Nach der Buchung erhalten Patient und Therapeut über das Portal die relevanten Kontaktinformationen zugestellt und können die Video-Beratung starten.

Kathrin Lehner, Geschäftsführerin von Sanasearch verfolgt die derzeitige Hinwendung zur Online-Therapie wie folgt: «Die Beratung per Video und konventionelle Therapieformen können sich auch nach der Krise positiv gegenseitig ergänzen. Jeder sollte zu allen Zeiten Zugang zu therapeutischen Behandlungen haben - darauf kommt es an.» Aufgrund der grossen Nachfrage plant die Plattform auf April ein eigenes Videokonsultationsprogramm. «Nicht zuletzt wollen wir unseren Therapeuten zum Thema Datenschutz weiter Unterstützung bieten», so Lehner. Von Seiten der Krankenversicherer ist heute noch nicht abschliessend geklärt, ob diese in der Übergangsphase alle dringenden und nicht dringenden therapeutischen Leistungen in Form von telefonischen Beratungen und Videokonsultationen vollumfänglich vergüten. Lehner ergänzt: «Es wäre natürlich wünschenswert, dass die Kosten weiterhin getragen werden, sofern die Behandlung ohne physischen Kontakt weitergeführt werden kann.»

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